Cassys Blog über Männer, Frauen, Erotik & Feminismus

 

  

5. November 2018 von Cassandra Bouffier


Love Dolls mit künstlicher Intelligenz

Oder: Warum das nie mit Male Dolls funktionieren kann

 

Hallo, meine Lieben!

Wie vieles andere auch haben sich Love Dolls in den letzten Jahrzehnten weiterentwickelt. Früher waren die so hässlich, dass man(n) sie nur im Dunklen benutzen konnte oder Gefahr lief, eine Erektionsstörung fürs Leben zu bekommen. Okay! Die Modelle gibt es heute auch noch, werden aber eher für anderes Zwecke „missbraucht“. (Zum Beispiel als Luftmatratze am Baggersee, aber das ist eine andere Geschichte). Heutzutage sehen sie dagegen ziemlich realistisch aus.

Gebhard Roese von der Liebeszeitung hat in seinem Artikel „Robotersex – Wie vögelt eigentlich ein Roboter?“ bereits vom Sinn und Unsinn künstlicher Intelligenz bei (weiblichen) Love Dolls geschrieben. Über den Artikel „Künstliche Intelligenz für lebensechte Sexpuppen“ bin ich diese Woche auch auf die Seite von Love Dolls-Hersteller Matt McMullen gestoßen. Seine Kreationen nennt er Real Doll und testete ebenfalls vor Jahren „verbale Interaktion“. Mit mäßigem Erfolg:

„Später versuchte es McCullen mit kleinen Sensoren an erogenen Stellen des Körpers; bei den richtigen Berührungen spielte die Puppe aufgezeichnete Äußerungen wie „Hm, das ist schön“ oder einfach leises Stöhnen ab. Manche Kunden seien davon begeistert gewesen, die Mehrheit aber sei sich nicht sicher gewesen, ob die Puppe wirklich sprechen sollte.“

Kann ich verstehen. Wenigstens beim Sex sollte wir Frauen mal die Klappe halten. :biggrin:

Was mich allerdings überrascht hat: Matt McMullen bietet auf seiner Seite auch Male Dolls an. Es gibt das seriöse Modell Michael (kann man ohne weiteres mit ins Restaurant nehmen), das intellektuelle Modell Nick (falls die Eltern mal überraschend zu Besuch kommen) und das Modell Nate (der böse Bube nur fürs Schlafzimmer). Die Modelle kann man sich nach eigenem Gusto zusammenstellen: individuelle Haar- und Augenfarbe, mit und ohne Sommersprossen, mit und ohne Dreitagebart, mit und ohne Schamhaar bis hin zur Penisgröße Limp/Flaccid, Small, Medium, Large oder X-Large (in „Fixed“ und „Removable“ lieferbar). Limp/Flaccid schraubt man dann vor oben genanntem Restaurantbesuch dran (alles andere macht auch wenig bis gar keinen Sinn). Leider gibt es im Gegensatz zu den Female Dolls kein Sonder-Zubehör. Hier wären zum Beispiel vibrierende Hände ganz nett, muss aber nicht sein – großer Schwanz reicht vollkommen!

Ob es die männlichen Love Dolls irgendwann auch mit künstlicher Intelligenz gibt, konnte ich nicht herausfinden, bezweifle es aber. Der „Rolls-Royce of love dolls“ kostet ohne Hirn schon ab 6000$. Den noch auf die Wünsche von Frauen zu programmieren würde wahrscheinlich den finanziellen Rahmen sprengen.

Ich werde jedenfalls so oder so darauf verzichten und mein Geld weiter in Schuhe, Handtaschen und Batterien investieren.

 

Ich wünsche Euch noch eine schöne Zeit.
Eure

 

 

Autor: Cassandra Bouffier

Großstadtkatze und Bloggerin aus dem Rhein-Main-Gebiet. Sternzeichen Weibsstück, Aszendent Biest. Schreibt und lästert vorwiegend über Erotik, Männer, Frauen und Partnerschaften. Auch zu finden auf Google+ und Twitter

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