Cassys Blog über Männer, Frauen, Erotik & Feminismus

 

  

31. Januar 2014 von Cassandra Bouffier


Verkehrsregeln

 

Hallo, meine Lieben!

Nein! Nicht das, was ihr jetzt vielleicht denkt (obwohl ich das ja auch mal machen könnte), sondern tatsächlich Regeln zum Autoverkehr.

Wie die meisten wissen, bin ich viel im Rhein-Main-Gebiet unterwegs. Leider gibt es immer noch viele Verkehrsteilnehmer, die unsicher sind, wie sie sich am besten auf den Straßen verhalten sollen. Dafür habe ich vollstes Verständnis. Der Verkehr in den Ballungszentren ist wirklich manchmal die Hölle. Daher dachte ich: ‚Sei mal ausnahmsweise nett und stell hier die wichtigsten Verkehrsregeln zusammen‘. Die da wären …

    Allgemeines

  • Das Handyverbot gilt nur beim Fahren. An einer Ampel oder während eines Staus ist es durchaus erlaubt, SMS zu schreiben, WhatsApp-Nachrichten zu überprüfen oder auf Facebook zu posten, dass man gerade an der Ampel oder im Stau steht.
  • Sich zu bedanken, wenn ein anderer Verkehrsteilnehmer auf seine Vorfahrt verzichtet, ist ein Zeichen von Schwäche.
  • Es ist nicht nötig, auf Straßenschilder zu achten. Man darf durchaus kurz vor einer Ampel oder einer Abfahrt von einer äußeren Spur auf die andere wechseln.
  • Bei fest installierten Blitzern die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit mindestens 500 Meter vorher um 10 kmh – wenn nicht mehr – unterschreiten.
  • Bei zwei- oder dreispurigen Straßen ist die rechte in der Stadt für Radfahrer und auf der Autobahn für LKW reserviert.
  • Der Warnblinker ist dazu da, um anderen Verkehrsteilnehmern zu signalisieren, dass man nur mal kurz fort ist, um etwas zu erledigen.
  • Beim Abbiegen oder Spurwechsel erst bremsen, dann blinken. Und einmal blinken reicht. Aber selbst das ist eigentlich unnötig, da derjenige, der drauf fährt, immer Schuld hat.
  • Benzin ist teuer. Daher das Licht erst einschalten, wenn es richtig dunkel ist.
  • Bei Regen oder aufsteigendem Dunst dagegen sollten auf jeden Fall Fernlicht, Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchte eingeschaltet werden. Sicherheit geht hier unbedingt vor!


  • Autobahnen

  • Der Beschleunigungsstreifen heißt deshalb so, weil man schleunigst auf die Autobahn fahren soll. Bei einer dreispurigen sogar umgehend auf die mittlere Spur.
  • Man darf rechts überholen, wenn Schlafmützen die linke Spur verstopfen.
  • Bei einem Überholvorgang ist es völlig ausreichend, 2 kmh mehr als der zu Überholende zu fahren.
  • Eine Autolänge Abstand zum Vordermann genügt; selbst bei Tempo 130 oder mehr. Denn Dank moderner Technik sind die Bremsanlagen viel effektiver als früher. Raser, die eine Abfahrt runter wollen, sollen sich gefälligst rechtzeitig einordnen.
  • Möchte man überholen, ganz dicht auf den Vordermann auffahren und dann im 90°-Winkel auf die linke Spur ausscheren. Da aber bei einem Überholmanöver immer die Gefahr besteht, die Kontrolle über den Wagen zu verlieren, sollte man die Hände am Steuer lassen und Blinken unbedingt vermeiden.
  • Bei einem Unfall auf der Gegenfahrbahn sofort abbremsen und sich alles genau einprägen. Das grandiose Ereignis sofort twittern, whatsappen oder auf Facebook posten.
  • Ein Warndreieck muss ungefähr 200 Meter von einer Unfallstelle entfernt aufgestellt werden. Das entspricht circa 15 Schritten.
  • Gerät man in einen Stau und möchte die nächste Abfahrt herunter fahren, darf man Kilometer vorher den Standstreifen benutzen. Schnarchnasen, die gepennt haben und sich auf Verzögerungsstreifen einfädeln möchten, müssen warten.


  • Stadt & Land

  • Bei Stau an einer Kreuzung gibt es nur ein korrektes Verhalten:
    Kreuzung
  • An einer roten Ampel ausreichend Sicherheitsabstand zum Vordermann halten. Wenn der bleibt, wo er ist, kann man immer noch aufschließen.
  • Wenn die Ampel auf Grün springt: Make-up-Utensilien, Handy oder Zeitung weglegen, Handbremse lösen, Gang einlegen, das Lenkrad mit den Händen in Zehn-vor-Zwei-Haltung umschließen, vorsichtig die Kupplung kommen lassen und langsam Gas geben.
  • An einer grünen (Linksabbieger-) Ampel auf der Rechtsabbiegerspur bremsen und ganz genau nachsehen, ob von links nicht doch so ein Trottel bei Rot über die Kreuzung brettert. Dann Vollgas geben und die Fußgänger, die gerade die Straße überqueren, umnieten.
  • Es gilt immer rechts vor links.
  • Nur blinken, wenn man in einen Kreisel hinein fährt. Niemals, wenn man ihn verlässt.
  • Da man meist sehr schlecht abschätzen kann, wann eine Ampel rot wird, muss man sich dieser sehr vorsichtig nähern. Wenn sie auf Orange springt, Gas geben und über die Kreuzung rauschen.
  • Radfahrer dürfen an einer roten (Fußgänger-) Ampel auf den Bürgersteig und dahinter wieder auf die Straße fahren. Autofahrer müssen schließlich auf schwächere Verkehrsteilnehmer Rücksicht nehmen; selbst wenn deren Ampel inzwischen wieder auf Grün gesprungen ist.
  • Beim Überholen eines Radfahrers sind 20 cm Sicherheitsabstand mehr als angemessen.
  • Eine Straße überquert man am sinnvollsten kurz vor oder hinter einem Zebrastreifen beziehungsweise einer Ampel. Dabei gilt die alte mathematische Faustregel: Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist eine Schräge.
  • Befindet man sich auf einer zweispurigen Straße links und auf der rechten Seite steht ein Hindernis (Bus, Müllwagen etc.), auf keinen Fall rechts fahrende Verkehrsteilnehmer raus lassen, sondern Gas geben.


  • Parken

  • Wenn man sein Auto am Straßenrand parkt, kann man sofort die Tür aufreißen und aussteigen. Die anderen haben schließlich mitbekommen, dass man gerade eingeparkt hat.
  • Beim Parken auf dem Bürgersteig genügt eine Lücke, in der sich ein Erwachsener seitlich vorbeischieben kann.
  • „Mutter & Kind“ ist „Mutter & Kind“. Egal, ob man zwanzig, vierzig oder sechzig ist.
  • Blind zu sein für die Bedürfnisse anderer zählt als Behinderung und gestattet es einem deshalb auch, einen dementsprechenden Parkplatz zu beanspruchen.

Es würde mich freuen, wenn ich mit meinen Ausführungen ein wenig dazu beitragen konnte, Unsicherheiten im Straßenverkehr zu beseitigen. Falls nicht: Fragen sind jederzeit gerne willkommen.

 

Ich wünsche Euch noch eine schöne Zeit.
Eure

 

 

Foto: © Stefan Rajewski – Fotolia.com

Autor: Cassandra Bouffier

Großstadtkatze und Bloggerin aus dem Rhein-Main-Gebiet. Sternzeichen Weibsstück, Aszendent Biest. Schreibt und lästert vorwiegend über Erotik, Männer, Frauen und Partnerschaften. Auch zu finden auf Google+ und Twitter

7 Kommentare

  1. scheiße was. Kenne ich alle! und wie ich diese Regeln liebe!

  2. Oh, ich auch! Und man hat das Gefühl, immer mehr Leute halten sich daran.

  3. Manchmal träume ich davon auch in so einer verkehrsberuhigten Zone wie Sie zu leben Frau Cassy…. :mrgreen: (Ich musste erst mal googeln was diese „Fussgänger“ und „Radfahrer“ sind. Klingt lustig!

    „200 Meter sind 15 Schritte“ – ist aber doch absolut logisch, besonders bei Männern. 8 cm werden da ja wohl auch schnell mal zu 25 (erträumten) Zentimetern… :doh:

    • Ja, es ist hier richtig idyllisch. Besonders morgens, wenn sich die Verkehrsteilnehmer gegenseitig begrüßen. Die meisten sind dann sogar noch so verschlafen, dass sie nur einen Finger heben können. :biggrin:

      Nun ja, wir Frauen sind da aber auch nicht viel besser. Der Grund dürfte der gleiche sein. :pfeif:

      • Fingerkommunikation ist ganz normal. Die Steigerungsform „nonverbale Kommunikation“ mittels Hupe findet sich hier besonders bei Föhn extrem ausgeprägt. Andererseits ist das auch praktisch. Man weiss es ist Föhn, wenn man das erste Mal angehupt wird bevor der Motor überhaupt angeschmissen wurde…

        Ach? Wo machen den Frauen falsche Angaben? :whistle:

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