Cassys Blog über Männer, Frauen, Erotik & Feminismus

 

  

31. Januar 2014 von Cassandra Bouffier


Hühnerkäfige mit Kfz-Kennzeichen

 

 

Hallo, meine Lieben!

Einige von Euch wissen ja, dass ich selbstständig bin und mich daher zu ganz unterschiedlichen Zeiten auf Hessens Straßen herumtreibe. Da ich weiß, dass man dabei immer mit irgendwelchen Hindernissen rechnen muss, mache ich meine Termine meist “zwischen … und …” aus. Trotzdem sehe ich zu, mehr als pünktlich loszufahren, denn selbst eine halbe Stunde Puffer kann zu wenig sein.

Wie heute Morgen. Besprechung im größeren Rahmen beim Kunden um 10:00 h; ausgemacher Termin zwischen 9:00 h und 9:30 h, da vorher noch zwei Themen abgeklärt werden sollten. Ich fahre also kurz nach acht los und komme auch recht flott durch den Verkehr. Nicht mehr weit vom Kunden entfernt das erste Hindernis: Baustelle, einspurig, Ampel. Nachdem ich da durch war, kam schon das zweite Hindernis: LKW halb auf der meiner Fahrspur beim Entladen. Der entgegenkommende Verkehr staute sich, soweit man gucken konnte.

Als ich an eine Seitenstraße (rechts von mir) kam, ließ ich ein Auto heraus, das rechts abbiegen wollte. Diesen Umstand nutzte ein Vehikel auf vier Rädern, um aus eben selber Straße herauszufahren und sich mitten auf meine Fahrbahn zu stellen. Wir erinnern uns: die entgegenkommende Fahrspur war dicht. In diesem Gefährt vier Personen weiblichen Geschlechts zwischen 20 und 25. Hübsch angemalt, edel frisiert, wild gestikulierend. Meine Gesten, doch bitte wieder nach hinten in die Seitenstraße zu fahren, wurde mit energischem Kopfschütteln bedacht.

Das wäre auch etwas schwierig geworden, da ein Mini, in dem Miss Plantinblond 2011 saß, bereits aufgeschlossen hatte.

Hinter mir – wie nicht anders zu erwarten – wildes Gehupe.

Ich schalte also den Motor ab, mache die Tür auf, steige aus, gehe zu dem Wagen mit den vier Mädels und deute an, dass die Fahrerin bitte die Scheibe herunterdrehen soll. Guckt die mich doof an, dreht sich zur Beifahrerin und es beginnt ein wildes Durcheinanderreden. Ich – immer noch die Ruhe in Person – klopfe an die Scheibe. Anscheinend waren die vier zu einem Ergebnis gekommen, denn die Fahrerin dreht sich wieder zu mir um und … schüttelt den Kopf.

Da hat’s mir gereicht! Ich winkelte die Arme an, machte mehrere flugähnliche Bewegungen und fing an zu gackern. Das funktionierte! Ich erntete zwar bitterböse Blicke und will nicht wissen, was im Wageninneren alles über mich gelästert wurde, aber es wurde der Rückwärtsgang eingelegt und nachdem Miss Platinblond auch noch nach hinten stieß (der ältere Herr im Peugeot dahinter war nicht aufgerückt) konnte ich weiterfahren.

Das brachte mich zu der Erkenntnis, dass es immer gut ist, wenn man Fremdsprachen beherrscht, und dass man vielleicht ein Kfz-Kennzeichen für Hühnerkäfige einführen sollte. Oder zumindest einen gut sichtbaren Aufkleber!

 

Ich wünsche euch noch eine schöne Zeit.
Eure

 

 

 

Autor: Cassandra Bouffier

Großstadtkatze und Bloggerin aus dem Rhein-Main-Gebiet. Sternzeichen Weibsstück, Aszendent Biest. Schreibt und lästert vorwiegend über Erotik, Männer, Frauen und Partnerschaften. Auch zu finden auf Google+ und Twitter

4 Kommentare

  1. Am besten gleich so´n Fähnchen auf dem Dach – weithin sichtbar, damit auch die Leute am Ende der Autoschlange wissen, dass dort vorn nicht „A“ wie Anfänger, sondern „U“ wie Unfähigkeit die Straße blokiert.

    …ich hoffe doch, es hat noch für pünktlich gereicht 🙂

  2. Oha! Wieder was auf „Huhnisch“ gelernt. Arme anwinkeln und gackern = bitte zurücksetzen.
    Freue mich auf weitere Vokabeln. 🙂

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