Cassys Blog über Männer, Frauen, Erotik & Feminismus

 

  

26. Februar 2015 von Cassandra Bouffier


Fifty Shades of Grey, die Zweite

 

 

Hallo, meine Lieben!

Geschafft! Ich hab‘ den ersten Teil von „Shades of Grey“ hinter mir. Und festgestellt: Ich bin zu alt für so einen Kram. Irgendwer hatte mal geschrieben, dass es sich dabei um „Twilight meets BDSM“ handelt (weiß nicht mehr, wer das war). Das trifft meines Erachtens den Kern. Daher zähle ich nicht mal ansatzweise zur Zielgruppe.

Jetzt aber zu den Sexszenen.

Der „Blümchensex“ (wie der Protagonist Christopher ihn nennt) ist teilweise recht ausführlich beschrieben. Oralsex, von vorne, von hinten, langsam, schnell, hart … die ganze Palette. Nervig ist aber sein ständiges „müßiges (oder wölfisches) Grinsen“, ihr ständig „sich über den Rücken (oder die Schultern) ergießendes Haar“ und vor allem ihre „innere Göttin“, die ständig in die Hände klatscht, auf und ab springt oder vor Freude tobt. Wer … will … das … wissen? Ich nicht! Wenn ich eine Sexszene lese, möchte ich von solchen Details verschont bleiben.

Die letzte BDSM-Szene fing auch sehr gut an (und hätte aus dramaturgischen Gründen als erstes stattfinden sollen. Aber egal!). „Shades of Grey“ ist aus Anstasias Sicht geschrieben. Sie liegt mit Handschellen gefesselt auf dem Bett und hat Kopfhörern auf (chorale Musik). Als erstes wird sie von Christian mit einem Fellhandschuh gestreichelt; dann mit einem Flogger geschlagen. Wie gesagt, recht spannend. Wenn da nicht Anastasias gedankliche Kommentare gewesen wären. „Verdammte Scheiße … was hat er vor mit mir?“ oder „Ich kann mich nicht mehr bewegen, verdammte Scheiße“ oder auch „Scheiße, nein … er wird mich weiter foltern“ bis hin zu „Scheiße, das wird mächtig wehtun“. Tja, BDSM ist nun mal eine Scheiß-Quälerei. :biggrin:

Fazit:
„Shades of Grey“ hat mich überhaupt nicht gefesselt; die nächsten beiden Romane werde ich mir sparen.

 

Ich wünsche Euch noch eine schöne Zeit.
Eure

 

 

 

Autor: Cassandra Bouffier

Großstadtkatze und Bloggerin aus dem Rhein-Main-Gebiet. Sternzeichen Weibsstück, Aszendent Biest. Schreibt und lästert vorwiegend über Erotik, Männer, Frauen und Partnerschaften. Auch zu finden auf Google+ und Twitter

9 Kommentare

  1. Gut, dass es Rezensiiomen gibt, die humorvoller und geistreicher sind als so manches Ursprungswerk 😉 Bei dem Buch hat man ja scheinbar wenig verpasst, wenn man es nicht liest.
    Ich bin echt auf Dein Werk gespannt! (Und hoffe auf wenig innere Götter.)

    • Klasse was ein über das iPhone wischendes Baby so zustande bringt :rofl: . Meinen ersten Kommentar einfach gelöscht und den zweiten mit Tippfehlern rausgeschickt.
      Rezension war natürlich gemeint.

    • Danke! :lach:
      Es gibt genügend Leute, die es absolut fantastisch finden. Ich fand’s grottenlangweilig bis nervig. Das liegt wohl daran, dass ich in der Richtung schon einiges gelesen haben, was wirklich gut war.

      Klein Fairy interessiert sich schon für Technik? Cool! :biggrin:

  2. Danke für deine eindeutigen Worte, also Finger weg. Liest du digitale Bücher eigentlich auf dem Ipad?

    • Meiner Meinung nach ja. Es gibt aber immerhin 50% Leser auf Amaz*n, die das anders sehen. :zwinker:
      Normalerweise halte ich mich zurück, wenn es um Buchkritiken geht, da die Geschmäcker nun mal verschieden sind. Und ich glaube, dass der Teil, der das Buch toll findet, tatsächlich unter den Twilight-Fans zu finden ist.

      Nein, ich hab einen Kindle. Auf dem eiPäd kann man bei ungünstigen Lichtverhältnissen fast gar nichts mehr erkennen. Auf dem Kindle kann man auch bei strahlendem Sonnenschein noch lesen.

  3. Vielen Dank für die Kritik – ich schätze ich erspare mir sogar die Verfilmung und lese als nächstes lieber 72 Jungfrauen vom Londoner Bürgermeister Boris Johnson

    • Besser ist das!

      Oder man liest die Persiflage „Sixty Shades Of Blood“. Ich bin beim Vorwort schon vor Lachen fast vom Sofa gefallen. Das Blöde ist nur, dass man das erst richtig versteht, wenn man das Original kennt.

      • Hi! Ich weiß, es ist ein bisserl spät, nen Kommentar zu dem Thema zu schreiben, aber danke für den Tipp mit der Persiflage – damit weiß ich wenigstens, was ich meiner besseren Hälfte demnächst schenken kann 😆 … Er arbeitet sich mittlerweile tatsächlich durch den dritten (Hörbuch)-Teil – wobei ich hier ganz bewusst „arbeitet“ schreibe, denn Vergnügen kann man das nicht mehr nennen (frag mich echt, woher er die Energie für diese fade Geschichte nimmt) …

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