Cassys Blog über Männer, Frauen, Erotik & Feminismus

 

  

11. März 2021 von Cassandra Bouffier


Wer tanzen kann …

 

… kann auch strippen (Teil 4)

 

Ob ihr euren Schatz einweiht oder eher ein Geheimnis daraus macht, kommt auch darauf an, wie sich euer Zusammenleben gestaltet: Wohnt ihr z.B. zusammen, lasst ihr euch gegenseitig sehr viel Freiraum, könnt ihr alleine üben usw. Aber selbst wenn der Partner Bescheid weiß, heißt das nicht, dass er es weniger genießt. Es gilt auch hier: Vorfreude ist die schönste Freude.

Auf jeden Fall solltet ihr aber genügend Zeit für die Vorbereitungen haben und für eine entspannte und erotische Atmosphäre sorgen. Anregungen könnt ihr euch Erotischer Abend – Vorbereitungen holen. Dass alle Accessoires in Reichweite liegen sollten, dürfte selbstverständlich sein.

Euer Schatz wirft die Musiklanlage an, macht es sich mit einem guten Drink auf seinem Lieblingsplatz (gegenüber eurer „Bühne“) gemütlich und schon kann es losgehen.

Selbst wenn ihr keine Choreographie habt, solltet ihr euch elegant, lasziv und sehr sexy zur Musik bewegen. Kommt nicht gleich durch die Tür gerauscht, sondern macht dort erst einmal halt, lehnt euch dagegen und rutscht eine wenig hoch und runter oder greift mit der Hand nach oben und legt die Handinnenfläche gegen den Türrahmen. Hier könnt ihr euch das erste Mal drehen, damit euer Partner schon mal einen kleinen Eindruck bekommt, was ihn erwartet.

Eine Drehung ist relativ einfach. Setzt die Füße kurz voreinander, z.B. den linken vor den rechten. Dann macht auf den Fußballen eine halbe Drehung nach rechts. Wieder den linken Fuß kurz vor den rechten setzen und eine erneute halbe Drehung nach rechts. Schon habt ihr euch elegant einmal um die eigene Achse gedreht. Die Drehung auf dem Fußballen ist wichtig. Solltet ihr mit dem Absatz dabei hängen bleiben … nicht gut! Ich habe auf YouTube nach einem Video gesucht, auf dem man das vielleicht einmal nachvollziehen könnte, aber was soll ich sagen: Nicht eins zu finden, auf dem eine Frau elegant eine halbe Drehung macht, geschweige denn eine ganze. Eigentlich kaum zu glauben. Und nein! Ich habe weder die Zeit noch die Lust, selbst eins zu machen. Vielleicht, wenn es mal nicht mehr so stressig ist.

Dann lauft langsam in die Mitte eurer „Bühne“. Ihr dürft euch jetzt aber nicht einfach nur ausziehen. Präsentiert euch als Geschenk, das sich langsam selbst auspackt. Lasst euch Zeit, bewegt euch im Rhythmus der Musik, lauft auf und ab. Knöpft langsam euren Blazer auf; seht ihm dabei in die Augen, dann wieder weg. Zieht den Blazer aber nicht gleich aus, sondern öffnet ihn langsam und schließt ihn wieder. Zeigen und verbergen ist die Grundlage des Strippens. Lasst den Blazer an den Armen heruntergleiten und an den Rand eurer „Bühne“ fallen, damit er euch nicht stört oder werft ihn eurem Partner zu. Bevor ihr euch dem nächsten Kleidungsstück widmet, tanzt wieder etwas auf und ab.

Dann öffnet ihr langsam eure Bluse Knopf für Knopf. Seht ihm dabei tief in die Augen (am besten etwas „von unten“). Zieht sie aus dem Rock oder Hose, aber noch nicht aus. Bewegt euch hin und her; streichelt sanft über euren Oberkörper, schließt die Augen und legt dabei euren Kopf in den Nacken. Dann erst zieht ihr die Bluse langsam aus.

So folgt ein Kleidungsstück dem nächsten. Hosen zieht ihr am besten auf einem Stuhl aus. Besonders schön sieht dabei folgende Bewegung aus: Zieht die Hose über die Hüfte, setzt euch dabei auf den Stuhl, lasst die Hose nach unten auf die Schuhe fallen, fasst die Hosenbeine unten an und zieht sie mit einer fließenden Bewegung nach vorne weg. Die ganz Beweglichen unter euch können das auch mit den Beinen in der Luft machen. Beides erfordert aber eins: Übung, Übung und nochmals Übung.

Euren Rock könnt ihr einfach nach unten fallen lassen und ihn mit einer Fußspitze wegschnicken. Wohin, bleibt euch überlassen. Die erotischere Variante ist diese: Ihr wendet eurem Partner den Rücken zu und schiebt den Rock an den Seiten ganz langsam nach unten. Der Anblick eures Hinterns wird unter Garantie den Blutdruck eures Partners steigen lassen. Und bestimmt nicht nur den.

Die Strümpfe könnt ihr ähnlich ausziehen wie eine Hose. Bei den Profis sieht das so aus. Aber die bequemere Variante ist, den Stuhl mit einzubeziehen. Einen Schuh ausziehen und vor dem Stuhl abstellen. Die Fußspitze auf den Stuhl stellen, die Halter öffnen und den Strumpf mit beiden Handflächen langsam das Bein herunterrollen. Dabei nicht vergessen, den Partner immer wieder anzusehen. Wieder in den Schuh schlüpfen, langsam um den Stuhl herumgehen und das Gleiche mit dem anderen Strumpf machen. Ihr könnt auch den Fuß auf dem Sessel zwischen seinen Beinen abstellen. Aber Anfassen ist verboten! Sollte er das versuchen, brecht ihr ab und geht zurück auf eure „Bühne“. Lasst ihn ruhig zappeln. Er kommt schon früh genug zu seinem Vergnügen. 😉

Setzt euch auf den Stuhl, öffnet kurz die Beine und schließt sie gleich wieder. Was man so alles mit einem Stuhl anstellen kann, seht ihr euch am besten mal hier an. Die Szene ist zwar nur aus einem PC-Spiel, aber super umgesetzt. Man muss ja nicht alles nachmachen.

Gegen Ende, beim Ausziehen des BHs solltet ihr euch sehr viel Zeit lassen. Dreht ihm den Rücken zu (wenn der Verschluss hinten ist), haltet den BH vor der Brust fest und dreht euch wieder um. Streift dann die Träger ab und lasst ihn etwas nach unten gleiten, um ihn aber gleich wieder nach oben zu ziehen. Dreht euch wieder um, nehmt den BH weg, haltet ihn nach oben, lasst ihn dann fallen, dreht den Kopf zu eurem Partner, nehmt die Hände vor die Brüste und dreht euch jetzt erst um. Jetzt lasst langsam eure Hände am Körper entlang nach unten gleiten.

Den Slip zieht ihr am besten ähnlich aus wie die Hose oder den Rock. Mit dem String solltet ihr euch wieder mehr Zeit lassen. Deutet erst einmal nur an, dass ihr ihn ausziehen wollt, um ihn dann immer nur ein kleines Stück nach unten zu streifen. Nachdem ihr den als Letztes ausgezogen habt, nehmt einen transparenten Schal oder ein Tuch, das ihr vorher in der Nähe deponiert habt, und haltet es vor euch. Sehr sexy sieht auch ein Korsett aus, das ihr anbehaltet.

Wichtig bei der ganzen Angelegenheit ist, dass ihr euren Partner immer im Auge behaltet und auf seine Reaktionen achtet. Er muss ständig unter Spannung stehen, ohne sich gleich auf euch zu stürzen. Ihr habt schließlich nicht stundenlang geübt, damit das Ganze in fünf Minuten vorbei ist.

Ihr könnt auch während des Strippens schon Accessoires wie Federn, Schals, Tücher oder ähnliches zu Hilfe nehmen und damit über euren Körper streichen. Interessant ist auch so etwas wie ein „Tanz der sieben Schleier“ oder ein Striptease nur mit Luftballons. Der Fantasie sind – wie immer – keine Grenzen gesetzt.

Zum Schluss geht auf euren Partner zu, trinkt etwas, streichelt ihn, massiert ihm vielleicht ein wenig den Nacken, aber versucht dabei, etwas von der Atmosphäre zu erhalten. Hilfreich ist dabei, wenn die Musik noch einige Zeit weiterläuft.

Und dann darf er von der Leine.

Hier geht es zu Teil 5

 

Autor: Cassandra Bouffier

Großstadtkatze und Bloggerin aus dem Rhein-Main-Gebiet. Sternzeichen Weibsstück, Aszendent Biest. Schreibt und lästert vorwiegend über Erotik, Männer, Frauen und Partnerschaften. Auch zu finden auf Google+ und Twitter

6 Kommentare

  1. puuhhhaaaa, very nice Frau Cassy, sie wissen wie es geht 😉

    • Jeder hat halt so seine Stärken und Schwächen. Ich bin gut, wenn es um Erotik geht, tu mir aber zum Beispiel schwer mit Dirty Talk auf der Hardcore-Schiene. Und mag es umgekehrt auch überhaupt nicht. Bisher hat sich darüber aber noch keiner meiner Männer beschwert. 😉

  2. Oh ja, das hört sich gut an. Allerdings kenne ich jemanden, wo der ganze Spaß ganz schnell vorbei wäre, wenn ich ihm zu nahe komme dabei :mrgreen:

    Ich habe keine Probleme mit Dirty Talk. Allerdings NUR auf English. Auf Deutsch törnt es mich ebenfalls ab. For some reason…