Cassys Blog über Männer, Frauen, Erotik & Feminismus

 

  

24. Januar 2014 von Cassandra Bouffier


Erotischer Abend mit Dinner (Teil 10) – Utensilien

 

Im Prinzip könnt ihr natürlich alles verwenden, was euch in den Sinn kommt und gut tut: Staubwedel, Bürste, Feder, Pinsel, Rädelrad, elektrische Zahnbürste und so weiter. Für die elektrische Zahnbürste gibt es mittlerweile sogar spezielle Aufsätze.

Ich habe auch schon gelesen, dass Leute Flaschen oder Staubsaugerrohre benutzt haben. Mein Rat: Finger weg! Bei Flaschen ohne Verschluss kann sich ein Vakuum bilden und mit Verschluss kann es zu Verletzungen kommen. Einen Kommentar zu Staubsaugerrohren spar ich mir. :zwinker:

Oft wird auf Webseiten auch Gurke oder Banane genannt. Oder habt ihr schon mal einen Maiskolben benutzt? 😉 Auf jeden Fall solltet ihr Gemüse verwenden, das nicht abbrechen kann. Denn es wäre schon etwas peinlich, wenn ihr dem netten Assistenz-Arzt auf der Notfallstation erklären müsstet, wie die halbe Möhre in die Vagina gekommen ist. Auch Kerzen sind nur bedingt geeignet. Aber egal, was ihr auch benutzt: Zieht vorher ein Kondom darüber. Die Scheidenflora kann sehr leicht aus dem Gleichgewicht geraten, wenn Dinge eingeführt werden, die nicht richtig sauber oder sogar kontaminiert sind (z.B. Pestizide bei Gemüse). Für uns Frauen hat das unter Umständen unangenehme bis katastrophale Folgen. Einer im Internet kam sogar auf die Idee, Sprühsahne in die Vagina einzufüllen. Ich bin weiß Gott experimentierfreudig, aber das ist etwas, da kann ich nur mit dem Kopf schütteln.

Für den Fall, dass der eine oder andere unter euch es noch nicht weiß: Wenn ihr zusätzlich zum Kondom noch ein Gleitgel verwendet, immer eins auf Wasserbasis nehmen. Niemals auf Öl- oder Fettbasis. Auch keine Vaseline o.ä. benutzen.

Was ich besonders witzig finde sind Leuchtkondom. Habt ihr mal den Film „Skin Deep“ von Blake Edwards gesehen und könnt ihr euch noch an die Szene im Schlafzimmer erinnern? Zum Brüllen komisch. Kennt ihr nicht? Dann unbedingt auf YouTube ansehen. Kaufen kann man die Superleuchtgummis zum Beispiel hier.

Ein erotischer Abend und Fesselspiele müssen sich nicht ausschließen. Im Gegenteil: Sie können dabei sogar sehr reizvoll sein. Aber: Hände weg von diesen Billigheimer- (Plüsch-) Handschellen. Die Dinger sind ganz großer Mist. Nehmt besser einen Bademantel-Gürtel oder kauft euch in einem Bootsladen dickere Seile (Minimum 6 bis 10 mm Durchmesser; Seile mit geringeren Durchmesser schneiden zu sehr ein). Falls kein Laden in eurer Nähe ist, findet ihr unter Seglerbedarf bestimmt etwas Passendes. Am angenehmsten sind Nylonseile. Hier muss man jedoch aufpassen, dass man sie nicht zu schnell um den Körper zieht, da es durch die Reibung zu schmerzhaften Abschürfungen kommen kann. Seidentücher und -schals sehen zwar schön aus, eignen sich aber auch nicht sehr gut, da sie zu sehr einschneiden können. Außerdem kann es am Schluss unter Umständen das Problem geben, dass die Knoten nicht mehr aufgehen.

Die Knoten dürfen nicht zu eng um das Gelenk liegen, ein Finger Spielraum muss bleiben und die Arme müssen immer angewinkelt bleiben, damit die Blutzirkulation gesichert ist.

Wenn ihr Spaß an Fesselspielen gewinnt, investiert ein paar Euro und legt euch gepolsterte Lederfesseln zu. Die kann man etwas lockerer anlegen und ihr könnt euch lustvoll hin und her werfen, ohne dass irgendetwas ins Fleisch schneidet.

Noch ein Hinweis: Wenn ein Partner gefesselt ist, hat der andere die volle Verantwortung für ihn. Lasst ihn niemals alleine. Und sollte euer Partner länger gefesselt sein, achtet unbedingt auf die Blutzirkulation. Im Rausch der Sinne achtet man unter Umständen nicht mehr auf so profane Dinge wie kalte Hände (die meistens das erste Anzeichen für eine fehlende Blutzufuhr sind). Also nochmals: Immer den Partner im Auge behalten und sofort losbinden, falls euch etwas ungewöhnlich vorkommt.

Dass euer Spielzeug sauber ist, versteht sich von selbst. Oft wird geraten, es nur mit speziellen Reinigungsmitteln sauber zu machen. Das ist meiner Meinung nach rausgeworfenes Geld. Ich benutze seit Jahren warmes Wasser, ph-neutrale Waschlotionen sowie ein sauberes Handtuch zum trocknen und habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Dann werden die guten Stücke in weiche Lappen eingewickelt und kommen in meine Schatztruhe.

Und für alle, die immer noch genügend Lust und Kraft haben, geht es jetzt weiter zum letzten Teil: Noch ein bisschen BDSM.

Alle Links der Serie findet ihr auf der Seite „Erotischer Abend„.

 

Autor: Cassandra Bouffier

Großstadtkatze und Bloggerin aus dem Rhein-Main-Gebiet. Sternzeichen Weibsstück, Aszendent Biest. Schreibt und lästert vorwiegend über Erotik, Männer, Frauen und Partnerschaften. Auch zu finden auf Google+ und Twitter

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