{"id":7576,"date":"2010-12-06T18:07:27","date_gmt":"2010-12-06T17:07:27","guid":{"rendered":"http:\/\/cassybouffier.wordpress.com\/?p=7576"},"modified":"2021-03-11T12:06:39","modified_gmt":"2021-03-11T11:06:39","slug":"deutsche-frauen-sind-perfekt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.cassybouffier.com\/blog\/2010\/12\/deutsche-frauen-sind-perfekt\/","title":{"rendered":"Deutsche Frauen sind perfekt \u2026"},"content":{"rendered":"<p>Hallo, meine Lieben!<\/p>\n<p>Das behauptet zumindest ein Franzose, der vor einigen Jahren nach Hamburg gezogen ist, dort seinen ganz eigenen Kulturschock erlebte und dar\u00fcber ein Buch schrieb.<\/p>\n<p>Das Buch habe ich nicht gelesen, sondern nur den Artikel. Vielleicht kaufe ich es mir aber noch. Mal seh\u2019n! Ich will aber auf etwas anderes hinaus.<\/p>\n<p>Mal ganz ehrlich: Wer von euch hat die Augen gerollt, als er die \u00dcberschrift gelesen hat? Oder \u201eNa ja!\u201c gedacht? Oder \u201eWTF!!\u201c Schlie\u00dflich sind wir nicht perfekt. Oder doch?<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Nein, nat\u00fcrlich nicht. Aber das ist auch nicht das Thema. Selbst Monsieur Wurst (lacht nicht, der hei\u00dft tats\u00e4chlich so), der dieses Kompliment gemacht hat, wei\u00df, dass wir deutschen M\u00e4dels nicht perfekt sind. Das m\u00fcssen wir auch nicht sein. Das Einzige, was wir in so einem Fall tun m\u00fcssen, ist, nett l\u00e4cheln und artig \u201eDanke!\u201c sagen. F\u00e4llt aber sehr schwer, oder nicht?<\/p>\n<p>Ja, es f\u00e4llt schwer, denn wir Deutschen k\u00f6nnen tats\u00e4chlich nur sehr schlecht Komplimente annehmen. Herr Wurst hat aber auch etwas anderes festgestellt. N\u00e4mlich, dass wir (deutschen Frauen) eines noch viel schlechter k\u00f6nnen; n\u00e4mlich flirten.<\/p>\n<p>Und da hat er leider recht. Wir Deutschen sind nicht gerade fit im flirten. M\u00e4nner wie Frauen. Weil wir vieles \u2013 und damit auch das Flirten \u2013 zu ernst nehmen. Es kann und darf auf keinen Fall sein, dass man locker und flockig an ein solch folgenschweres Thema herangeht. Denn das ist das Flirten schlie\u00dflich. <em>Folgenschwer!<\/em><\/p>\n<p>Ich kann mich da an einen Vorfall an einer Supermarkt-Kasse erinnern. Endlos lange Schlange vor mir, ein attraktiver Mann hinter mir. Also drehte ich mich herum, setzte ein charmantes L\u00e4cheln auf und es entspann sich folgender Dialog:<\/p>\n<p>Ich: \u201eUm die Uhrzeit sollte man einfach nicht einkaufen gehen.\u201c<br \/>\nEr: \u201eHmhm!\u201c<br \/>\nIch: \u201eIst das immer so?\u201c<br \/>\nEr: \u201eJa!\u201c<br \/>\nIch: \u201eVielleicht sollte ich mir dann das n\u00e4chste Mal ein Buch mitbringen.\u201c<br \/>\nEr (tats\u00e4chlich die rechte Hand hebend): \u201eIch bin verheiratet.\u201c<br \/>\nIch: \u201eNa, da hat Ihre Frau aber bestimmt viel Spa\u00df mit Ihnen, wenn Sie in allen Situationen so steif sind.\u201c<\/p>\n<p>Bei ihm fiel die Klappe, ich drehte mich wieder nach vorne und das war\u2019s.<\/p>\n<p>Genau das ist das Problem! Wenn jemand anf\u00e4ngt zu flirten, denken viele gleich misstrauisch: &#8222;Was will der\/die denn?&#8220; Es wird aber auch oft nur geflirtet, wenn es &#8222;um etwas geht&#8220; (ONS, Aff\u00e4re oder eventuell zuk\u00fcnftigen Partner). Andere Nationen sehen das viel entspannter. Die Flirten um des Flirtens Willen und bleiben damit in \u00dcbung. Wenn wir einige Jahre in einer festen Beziehung und dann pl\u00f6tzlich wieder \u201eauf dem Markt\u201c sind, stehen wir da wie der ber\u00fchmte Ochse (respektive die Kuh) vor dem Scheunentor.<\/p>\n<p>\u201eIch wei\u00df gar nicht, \u00fcber was ich reden soll\u201c wird dann geklagt.<\/p>\n<p>Ja, wie auch!! Flirten ist keine angeborene Eigenschaft, sondern muss erworben werden. Ich w\u00fcrde sogar so weit gehen, dass es eine Flirt-Kultur gibt. Kultur hat etwas mit Bildung (nicht nur die des Geistes, sondern auch die des Herzens), mit Geschmack und dem Sinn f\u00fcr Stil sowie einem gewissen &#8222;Savoir vivre&#8220; zu tun. Wo das mittlerweile alles gelandet ist, muss ich ja wohl nicht erw\u00e4hnen.<\/p>\n<p>Unsere Sprache und unser Umgang miteinander sind am Verrohen. Wenn ich so im Netz unterwegs bin und lesen muss, wie sich manche artikulieren, wundert mich nicht, dass &#8211; wie es Herrn Wurst passiert ist &#8211; auf verbale T\u00e4ndeleien mittlerweile wirklich nur noch mit einem \u201eH\u00e4h?!\u201c geantwortet wird, wo es fr\u00fcher wenigstens noch zu einem &#8222;Wie bitte?!&#8220; gereicht hat.<\/p>\n<p>Schade! Ausgesprochen schade!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche euch noch eine sch\u00f6ne Zeit.<br \/>\nEure<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.cassybouffier.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/blogcassy.jpg\" alt=\"\" width=\"131\" height=\"61\" class=\"alignleft size-full wp-image-6173\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo, meine Lieben! Das behauptet zumindest ein Franzose, der vor einigen Jahren nach Hamburg gezogen ist, dort seinen ganz eigenen Kulturschock erlebte und dar\u00fcber ein Buch schrieb. 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