{"id":13016,"date":"2012-07-19T21:17:04","date_gmt":"2012-07-19T19:17:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cassybouffier.com\/blog\/?p=13016"},"modified":"2021-03-11T12:05:21","modified_gmt":"2021-03-11T11:05:21","slug":"fifty-shades-of-grey","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.cassybouffier.com\/blog\/2012\/07\/fifty-shades-of-grey\/","title":{"rendered":"Fifty Shades of Grey"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hallo, meine Lieben!<\/p>\n<p>Es scheint wie mit der B\u00fcld-Zeitung zu sein: Keiner will sie gekauft haben, aber sie wird millionenfach aufgelegt. Genauso ist es mit dem Roman &#8222;Shades of Grey&#8220;, der durch alle Zeitungen, Blogs und Kommentare geistert. Ich denke, jeder wei\u00df, welchen ich meine.<\/p>\n<p>Die Schlagzeilen reichen von &#8222;BDSM f\u00fcr Einsteiger&#8220; bis hin zu &#8222;H\u00e4rter als Po.rn.o&#8220; (Die B\u00fcld! Wer sonst?). Es wird gemunkelt, angedeutet und spekuliert, was das Zeug h\u00e4lt. Die Rezensionen auf Amazon sind sehr kontrovers; um es gelinde auszudr\u00fccken: 38% der Leser verteilten 5 Sterne, 13% vergaben 4 Sterne, 26% war es drei oder drei Sterne wert, 23% einen Stern.<\/p>\n<p>Normalerweise geht mir so ein Hype am Allerwertesten vorbei; das war schon bei &#8222;Feuchtgebiete&#8220; so. Da es aber auch in meinem Feedreader mittlerweile eine nicht unerhebliche Rolle spielt &#8211; und es auch da, wenn ich es recht sehe, keiner gelesen hat (oder es nur nicht zugibt) &#8211;  habe ich mir &#8222;Shades of Grey&#8220; heruntergeladen. Momentan bin ich bei 66% angelangt und versuche, meinen ersten Eindruck zu vermitteln; unvoreingenommen; falls das \u00fcberhaupt m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Es handelt sich um das, was ich als typische &#8222;Trivial-Literatur&#8220; bezeichne. Und das ist nicht abwertend gemeint. Ana ist wundersch\u00f6n, reizend und gut riechend (obwohl sie sich nicht so sieht); Chris ist der Typ &#8222;Kantig-Markig-M\u00e4nnlich&#8220;. Wundersch\u00f6n-Reizend trifft auf Markig-M\u00e4nnlich und beide f\u00fchlen sich zueinander hingezogen. Wer diese Art Roman nicht mag, sollte also schon mal die Finger davon lassen. Er findet sie sofort unwiderstehlich und hechelt ihr hinterher; sie ist auch Feuer und Flamme, f\u00fchlt sich aber hin und her gerissen. Es beginnt das \u00fcbliche &#8222;Komm her &#8211; Geh weg&#8220;-Spiel. Recht schnell bringt Chris die BDSM-Schiene ins Spiel, worauf Ana sich nach einigem Z\u00f6gern auch einl\u00e4sst. So weit &#8211; so gut.<\/p>\n<p>Eine Rezensentin hatte die \u00dcberschrift &#8222;Unfreiwillig komisch&#8220; benutzt, dem ich nur zustimmen kann. Es gab einige Stellen, an denen ich lauthals gelacht habe, obwohl das bestimmt nicht in der Absicht der Autorin lag. Ich k\u00f6nnte mir vorstellen, dass das auch an der \u00dcbersetzung liegt.<\/p>\n<p>Da hat Ana mal postkoitale Haare, dann wieder Chris. Oder Ana leidet an postkoitaler Ersch\u00f6pfung. Das Wort &#8222;Wow&#8220; wird \u00fcber alle Ma\u00dfen strapaziert und taucht an Stellen auf, wo es deplaciert wirkt. Von Anas &#8222;Junge, Junge&#8220;-Gedanken im unpassenden Moment (zum Beispiel nachdem sie mit Chris Sex hatte), ganz abgesehen. Das mag im englischen Sprachraum vielleicht funktionieren, im Deutschen sorgt es nun mal f\u00fcr Heiterkeitsausbr\u00fcche.<\/p>\n<p>Oft wurde auch kritisiert, dass Ana sich st\u00e4ndig auf der Unterlippe herum bei\u00dft und err\u00f6tet. Das Herumbei\u00dfen ist ein wichtiger Bestandteil des Plots, auf den Chris auch immer wieder eingeht. Da ist es wurscht, ob man das selbst tun w\u00fcrde oder nicht. Mit dem Err\u00f6ten wird tats\u00e4chlich \u00fcbertrieben. Drei Mal innerhalb von drei Abs\u00e4tzen war dann auch mir zu viel.<\/p>\n<p>Romane sind Fiktion und sollen die Fantasie des Lesers anregen. Es gibt B\u00fccher, in die tauche ich von der ersten Seite an hinein, bei anderen brauche ich l\u00e4nger und wieder andere lege ich nach ein paar Seiten weg. Mit &#8222;Shades of Grey&#8220; tue ich mich recht schwer. Das liegt unter anderem daran, dass zum Beispiel &#8222;eiserne Prinzipien&#8220; ziemlich flott \u00fcber Bord geworfen werden, um die beiden Protagonisten einander n\u00e4her zu bringen. Auch mit dem recht schnellen BDSM-Einstieg habe ich etwas Probleme. Stichwort: 21-j\u00e4hrige Jungfrau wird durch Hiebe einer Gerte auf die Klitoris zum H\u00f6hepunkt gebracht. Gut, zu dem Zeitpunkt hatte Chris sie schon entjungfert; aber die erste Session und dann gleich so was? Na ja!<\/p>\n<p>Mein erstes Fazit: Die Autorin versucht, zu viele Dinge unter einen Hut zu bringen, und verzettelt sich dabei etwas. <\/p>\n<p>Ich werde auf jeden Fall zu Ende lesen und dann auch was zu den Sex-Szenen schreiben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche Euch noch eine sch\u00f6ne Zeit.<br \/>\nEure<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-6173\" src=\"http:\/\/www.cassybouffier.com\/fotos\/blogcassy.jpg\" alt=\"\" width=\"131\" height=\"61\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Hallo, meine Lieben! Es scheint wie mit der B\u00fcld-Zeitung zu sein: Keiner will sie gekauft haben, aber sie wird millionenfach aufgelegt. Genauso ist es mit dem Roman &#8222;Shades of Grey&#8220;, der durch alle Zeitungen, Blogs und Kommentare geistert. 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