{"id":12953,"date":"2012-06-16T23:29:27","date_gmt":"2012-06-16T21:29:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cassybouffier.com\/blog\/?p=12953"},"modified":"2021-03-11T12:05:22","modified_gmt":"2021-03-11T11:05:22","slug":"es-muss-nicht-immer-voegeln-sein","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.cassybouffier.com\/blog\/2012\/06\/es-muss-nicht-immer-voegeln-sein\/","title":{"rendered":"Es muss nicht immer v\u00f6geln sein"},"content":{"rendered":"<p>Hallo, meine Lieben!<\/p>\n<p>Eine Zeit lang habe ich vermehrt Erotik-Romane gelesen; aus Interesse, was denn die Mitbewerber so schreiben. Und habe festgestellt, dass Erotik heutzutage oft mit sehr eindeutigen Begriffen gleichgesetzt wird.<\/p>\n<p>Damit habe ich per se kein Problem. Ich finde es allerdings absto\u00dfend, wenn man nur noch solche Begriffe um die Ohren geschlagen bekommt. Davon mal abgesehen, dass es keine Steigerung gibt. Ich kann aus einem Schw*nz zwar einen Riesenschw*nz machen, mehr aber auch nicht. Das so \u00e4hnlich, als ob man sich nur noch P.orn.os ansieht. Die Reiz\u00fcberflutung l\u00e4sst einen mit der Zeit abstumpfen. Und was dann?<\/p>\n<p>Dass die fr\u00fchere &#8222;Gossensprache&#8220; mittlerweile Einzug in den allt\u00e4glichen Sprachgebrauch gefunden hat, sieht man an allen Ecken und Enden. Facebook, Twitter, Blogs und so weiter. Was verst\u00e4ndlich ist, da die Hemmschwelle sinkt, wenn man nicht jemanden direkt gegen\u00fcbersteht. Auch Frauen mischen hier kr\u00e4ftig mit. Und es gib gen\u00fcgend M\u00e4nner, die das toll finden. Und damit auch noch hausieren gehen. Ist okay! Jeder soll nach seiner Fasson leben. Ich allerdings hege nicht das geringste Interesse an einem Mann, der es hinausposaunt, wenn ich ihn im trauten Heim mitteile, dass ich mit ihm v\u00f6geln m\u00f6chte. Da bin ich altmodisch.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem ist man dem Nachwuchs kein gutes Vorbild. Das m\u00fcssen nicht mal die eigenen sein. Eine Freundin hatte mir vor einiger Zeit v\u00f6llig entsetzt mitgeteilt, dass das pubertierende T\u00f6chterlein ihr die frohe Botschaft \u00fcberbrachte, sie h\u00e4tte am Vorabend ihren Freund gef*ckt. Von ihr hat sie das definitiv nicht!<\/p>\n<p>Der eine oder anderen wird jetzt das Argument bringen, dass schon immer solche Begriffe in den allt\u00e4glichen Sprachgebrauch eingeflossen sind. Stimmt! Aber nur vereinzelt. Auch das Argument, es w\u00e4ren doch nur Worte, lasse ich nicht gelten. Arschloch ist auch nur ein Wort. Das mag in bestimmten F\u00e4llen lustig oder auch fast z\u00e4rtlich gemeint sein; wenn ich jemanden aber st\u00e4ndig so nenne, wird der \u00fcber kurz oder lang unter Garantie sauer werden.<\/p>\n<p>Dann gibt es noch die Verniedlichungen. M\u00f6schen und F\u00f6tzchen sind zurzeit in Erotik-Literatur auch sehr beliebt. Mit dem jeweiligen Protagonisten tut man sich dann aber schwer. Was verst\u00e4ndlich ist, denn &#8222;Sein Schw\u00e4nzchen ragte hoch vor ihm auf&#8220; d\u00fcrfte wohl eher f\u00fcr Heiterkeitsausbr\u00fcche als f\u00fcr anregendes Lesevergn\u00fcgen sorgen. Au\u00dferdem finde ich, dass solche Begriffe etwas Kindliches haben. Meine Luderdose ist erwachsen. Warum sollte ich sie also kleiner machen, als sie ist?<\/p>\n<p>Da ist mir der altmodische japanische Begriff &#8222;ein Kopfkissen teilen&#8220; fast lieber. Obwohl ich manchmal bef\u00fcrchte, dass es genug Leute gibt, die das \u00fcberhaupt nicht verstehen w\u00fcrden. Weil man dabei ja nachdenken muss.<\/p>\n<p>Meines Erachtens ist es mit der Erotik und diesen Ausdr\u00fccken \u00e4hnlich wie mit Essen und Gew\u00fcrzen. Sparsam eingesetzt verleihen sie im einem wie im anderen Fall den gewissen Pfiff. Aber ein Zuviel schadet beidem auch.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche Euch noch eine sch\u00f6ne Zeit.<br \/>\nEure<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-6173\" src=\"http:\/\/www.cassybouffier.com\/fotos\/blogcassy.jpg\" alt=\"\" width=\"131\" height=\"61\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo, meine Lieben! Eine Zeit lang habe ich vermehrt Erotik-Romane gelesen; aus Interesse, was denn die Mitbewerber so schreiben. Und habe festgestellt, dass Erotik heutzutage oft mit sehr eindeutigen Begriffen gleichgesetzt wird. Damit habe ich per se kein Problem. 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